Abschlussprüfung Comenius-Realschule - Prüfung fast wie früher

Wertheim – Den Anblick gab es in der Main-Tauber-Halle die vergangenen zwei Jahre nicht: Über 100 Prüflinge, die gemeinsam für einen guten Realschulabschluss ihr Bestes geben. Die letzten zwei Prüfungsdurchgänge fanden wegen der Corona-Pandemie in den Klassenzimmern statt. Am Dienstag begannen an der Comenius-Realschule wie an allen Real-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen im Land die zentralen schriftlichen Prüfungen zum Erlangen des Haupt – beziehungsweise Realschulabschlusses.

124 Schüler der sechs zehnten Klassen hatten sich pünktlich vor acht Uhr mit ihren Deutschlehrern und der Schulleiterin Katrin Amrhein in der Main-Tauber-Halle eingefunden und warteten gespannt auf die Aufgaben der diesjährigen Deutschprüfung. Gleichzeitig starteten im Schulgebäude 23 Schüler der neunten Klasse in die Hauptschulabschlussprüfung.

Punkt acht Uhr öffneten die Jugendlichen die Prüfungsbögen und beschäftigten sich zunächst im Sachtext mit dem Thema, dass Kritik an der „Jugend von heute“ schon seit dem alten Mesopotamien gang und gebe war. Anhand des Textes bearbeiteten die Prüflinge Fragen zu Textverständnis, Grammatik und Rechtschreibung.

Die Jahreslektüre war „Herzsteine“ von Hanna Jansen, ein Jugendbuch, das sich unter anderem mit dem Völkermord in Ruanda beschäftigt. Hier mussten die Schüler Fragen beantworten und aus Sicht der Hauptfigur Gedanken und Gefühle darlegen.

Nach diesen zwei Pflichtteilen konnten die Zehntklässler zwischen einer Gedichtbeschreibung, einer Textbeschreibung und einer textgebundenen Erörterung wählen.

Den größten Zuspruch fand die Erörterung, die sich mit der Frage auseinander setzte, ob Energy-Drinks für Jugendliche verboten werden sollten. 69 Prüflinge bearbeiteten die Thematik. Dagegen sprach das Brecht-Gedicht „Fahrend in einem bequemen Wagen“, in der es darum ging, wie man mit egoistisch gefällten Entscheidungen gegenüber Mitmenschen umgeht, nur zwei Schüler an. Die restlichen 48 beschäftigten sich mit dem Prosatext „Partnerarbeit“. Dieser handelt von Außenseitertum und Annäherung in einer Schulklasse.

Auch die Schüler des G-Niveaus hatten während des Jahres die Lektüre „Herzsteine“ gelesen und beantworteten in ihrer Hauptschulabschlussprüfung inhaltliche Fragen dazu. Ebenso glichen sich die anderen Prüfungsteile, auch wenn hier die Anforderungen einfacher waren. Bewegungsmangel und die Gefahr von Softdrinks standen thematisch im Mittelpunkt. Auch in dieser Gruppe sprach das Gedicht, in diesem Fall die „Sachliche Romanze“ von Erich Kästner, nur zwei Schüler an. Die anderen erörterten die Frage, ob Softdrinks verboten werden sollten oder beschrieben den Text „Vor Gericht“ von Heinz Liepmann, in der thematisiert wird, was man machen soll, wenn das geltende Recht einem höheren Gebot entgegensteht.

Nach vier Stunden waren die Jugendlichen erlöst und können sich erholen, bis die Prüfung am Donnerstag mit  Mathematik fortgesetzt wird. Dann folgt in der kommenden Woche die Prüfung in Englisch und dem Wahlpflichtfach Französisch. Die anderen beiden Wahlfächer, Technik sowie AES, schließen am 31. Mai den schriftlichen Prüfungsreigen ab.

Nadine Schmid

2022 AP

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