Freunde finden einmal anders - Schultheater der Comenius-Realschule

Was nutzt einem viel Geld, wenn man keine Freunde hat? Diese Frage wurde schon oft literarisch aufgearbeitet, so auch in der Kriminalkomödie „Keine Freunde! – Keine Feinde?“ von Barbara Peters. Diese brachte die Theater-AG der Comenius-Realschule unter Leitung von Realschullehrerin Bernadette Latka mit viel Engagement und Spielfreude auf die Bühne.

Dabei gelang es den Kindern und Jugendlichen, nicht nur die Tiefe des Themas, sondern auch die lustigen Parts und liebevollen Details der Komödie zur Belustigung der etwa 60 Besucher gekonnt auf die Bühne zu bringen.

Die reiche Lizzie Halloway hat ein Problem:  sie hat zwar sehr viel Spielzeug, aber keine Freunde, weil sie als verwöhnt gilt, und Eltern, die nie Zeit haben. So ist es für sie mehr als verlockend, als die kleine Anne, die ihre Mutter und sich mit Betteln durchbringt, sie zum Spielen auf eine Wiese lockt. Was beide nicht wissen: Lizzie soll bei dieser Gelegenheit entführt werden, um Geld zu erpressen. Denn der Butler der Familie, James, treibt ein doppeltes Spiel.

Zum Glück sind bald alle zur Stelle, um zu helfen: die Krämerin Mrs. Miller, die jedes Kind im Dorf kennt, das Damenkränzchen und der anfangs abgewirtschaftete Detektiv Bluewater. Das ist auch gut so, denn die beiden eigentlich zuständigen Polizisten East und Smith bekommen nicht wirklich mit, was um sie herum passiert.

Lizzie erfährt derweilen in ihrer Gefangenschaft eine für sie völlig ungewohnte Aufmerksamkeit. Denn ihre beiden Bewacher Big Jack und Little Billy sind eigentlich gar nicht böse und werden zu Spielkameraden. Schließlich hilft Anne, Lizzie zu befreien und wird ebenfalls zur Freundin. Letztlich interessieren sich auch ihre Eltern endlich wieder für sie – alles in allem ein Happy End.

Die Inszenierung lebt von der Liebe zum Detail und dem Talent der jungen Schauspielerinnen und Schauspielerinnen, sich unter Anleitung ihrer Regisseurin Latka in ihre Rollen hineinzufühlen. Da gibt es etwa die Szene, in der Bluewater am Telefon gleichzeitig in die Rolle seiner Sekretärin und seine eigene schlüpft, er will ja verbergen, dass er aktuell gar keine Kunden hat. Oder als Lizzie die Luft anhält, um Little Billy zu erpressen mit ihr zu spielen und dieser vermeintlich gefährliche Gangster völlig verzweifelt bittet, damit aufzuhören.

Zur Stimmung tragen die sorgfältig ausgewählten Kostüme und Requisiten bei, etwa die Polizeiuniformen oder die überdimensionale Teekanne und Torte, die noch aus dem Musical „Alice im Wunderland“ stammen, das vor ein paar Jahren aufgeführt wurde.

Alles in allem war es ein sehr vergnüglicher Theaterabend, der hoffen lässt, dass diese Truppe nach der erzwungenen Corona-Pause voll durchstartet und in den nächsten Jahren ihrem Publikum noch viele fröhliche Theaterabende bereitet.

Es wirkten mit: Ronja Bieling (Lizzi Halloway und Mrs.Marlow), Leonie Halscheidt (Mrs. Halloway), Lara-Sophie Müller (Mr. Halloway), Samira Schuck (East), Lea Betzel (Smith), Brajan Caputa (Butler James), Daria Albert (Little Billy), Albin Kransniqi (Big Jack), Christian von Wedel (Bluewater), Sophia Walter (Mrs. Honeybell), Joseline Karl (Anne), Amelie Erhard (Mrs. Miller), Andra Lixandru (Susi und Mary)

Text und Bilder: Nadine Schmid

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