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Ende Juli hörten die beiden damals 7. Klassen 7b und 7s mit den Lehrern Torsten Indrich und Richard Fehrenbacher einen Vortrag von Dr. Robert Meyer über die Hexenverfolgung in der Grafschaft Wertheim zwischen 1628 und 1632. Das Ambiente im so genannten Neuen Archiv auf der Wertheimer Burg passte dazu ganz ausgezeichnet. Dies galt umso mehr, weil Dr. Meyers historische Quellen ursprünglich genau an diesem Ort lagerten.

Was Dr. Meyer herausgefunden hatte, war sehr interessant, aber auch erschütternd: So kam der Wunsch, auch im weitgehend protestantischen Wertheim eine Hexenverfolgung zu veranstalten, aus der Wertheimer Bevölkerung. Bis dahin waren Hexenverfolgungen eher im katholischen Umland üblich gewesen.

Wie kam es dazu, dass Bürger wie Metzgermeister Hans Stark - seine Initialen sehen wir heute noch in einem Torbogen im Malerwinkel - der Hexerei angeklagt wurden? Nun, beispielsweise fanden sich in der Früh auf dem Wertheimer Marktplatz so genannte Hexenzettel. Im Falle von Hans Stark beschuldigte er sich darauf angeblich selbst, keinen anderen Metzger in Wertheim "aufkommen" zu lassen und mit dem Teufel im Bunde zu sein.

Obwohl sich der Metzgermeister brieflich bei den Wertheimer Grafen über diese Verleumdung beschwerte, wurden er und seine Mutter in der Veitsgasse festgesetzt, gefoltert und zum Tode verurteilt.

Die Hinrichtung selbst begann wohl auf dem Wertheimer Marktplatz unter reger Teilnahme der schaulustigen Bürger. Auf dem Weg zum Galgen wurden die Verurteilten schlimm misshandelt und schließlich erdrosselt. Ihre Leichen wurden auf einem Scheiterhaufen beim Galgen verbrannt.

Dasselbe Schicksal ereilte allein im Jahr 1629 zehn weitere Wertheimer, insgesamt etwa zwanzig bis 1632. Selbst zehn Kinder, die so genannten Bettinger Hexenkinder, wurden der Hexerei bezichtigt und ein halbes Jahr lang im heutigen Kulturhaus eingesperrt. Sie kamen dann aber wieder frei, hauptsächlich weil ihre Eltern sie für die landwirtschaftliche Arbeit brauchten.

Wenige hatten so viel Glück wie Jeremias Oetzel, der aus der Haft fliehen konnte und noch den Nerv hatte, dem Hexenrichter einen Brief zu schreiben: "... der Strick ist entzwei und ich bin frei!"

In den Klassen wurde nächsten Tags diskutiert, welch schreckliche Auswirkungen Verleumdung und üble Nachrede vor weniger als 400 Jahren hatten. Heute brennen bei uns keine Scheiterhaufen mehr, Verleumdung und üble Nachrede sind aber geblieben. Insbesondere in Form des so genannten Cybermobbing über das Internet wirken sie auch heute noch zerstörend für die Betroffenen.

Richard Fehrenbacher

hexerei01

   

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