Abschlussprüfung an der Comenius Realschule - Aufsatz in Corona-Zeiten

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Wertheim–Bestenheid – Am gestrigen Dienstag haben an derComenius- Realschule wie an allen nicht-gymnasialen Sekundarschulen in Baden-Württemberg die schriftlichen Abschlussprüfungen zum Haupt- sowieRealschulabschluss begonnen. 28 Schüler aus dem G-Niveau schreiben dabei die Hauptschulabschlussprüfung, 149 Zehntklässler aus dem M-Niveau und einSchulfremder die für den mittleren Bildungsabschluss. Traditionell startete die Prüfung mit dem Fach Deutsch. Erstmalig war hier nicht nur ein Aufsatz gefragt,sondern die Schüler mussten auch Textverständnis sowie grammatikalische Kenntnisse nachweisen und sich mit der Lektüre „Der Sonne nach“ von GabrieleClima auseinandersetzen.

Das Thema für den Sachtext und die Erörterung war im G-Niveaudas Tätowieren. Im M-Niveau ging es im Sachtext um die These, ob elektrischeGeräte extra so entwickelt werden, dass sie am Ende der Gewährleistungkaputtgehen. Der zu erörternde Text stellte die Frage auf, was für und gegenein Böllerverbot an Silvester spricht. Für dieses Wahlthema entschieden sichmit 79 knapp die Hälfte der Prüflinge.In der diesjährigen Prüfungslektüre ging es um dieFreundschaft zwischen einem von seinem Vater verlassenen, verhaltensauffälligenund einem schwer geistig und körperlich behinderten Jungen, die gemeinsam einenRoadtrip unternehmen, um den verschollenen Vater zu suchen. Die Schüler musstenhier Fragen zum Inhalt beantworten und aus Sicht der Buchfiguren Texteverfassen.

Während die Bearbeitung des Sachtextes und der LektürePflichtteile waren, konnten die Schüler im zweiten Teil der Prüfung wählen, obsie einen Aufsatz zu einem Erörterungsthema, einem Gedicht oder einem Prosatextverfassen.Um die Lebenslust in der Natur geht es im Gedicht„Sozusagen grundlos vergnügt“ von Mascha Kaleko, mit dem sich dieG-Niveau-Schüler auseinandersetzten. Die Erde mit „Gagarin“ vom Weltall ausbeobachten, das sollten die M-Niveau-Schüler anhand des gleichnamigen Gedichtsvon Günter Kunert. Das Gedicht wählten 35 Schüler.Der Prosatext „Glück“ von Marion Miller thematisiert anhandeines Lottogewinns, ob Geld wirklich das ist, was im Leben glücklich macht. 49Schüler setzten sich in der Realschulprüfung damit auseinander. TorstenLöschmanns Kurzgeschichte „Im Abseits“ beschreibt die Angst von Eltern, wennihre jugendlichen Söhne und Töchter nicht zur angegebenen Uhrzeit zu Hausesind. Auch wenn die Tochter wie in diesem Fall schon längst in ihrem Bettliegt.  Dieser Text sprach etwa einDrittel der G-Niveau-Schüler an.

Die Prüfung wird am Donnerstag mit Mathematik und amkommenden Dienstag mit Englisch fortgesetzt. Neu ist, dass die Schüler, die denRealschulabschluss anstreben, am kommenden Freitag erstmalig eine Prüfung inihrem Wahlfach (Technik, Alltagskultur, Ernährung und Soziales oderFranzösisch) ablegen müssen. Zur Prüfung in diesen Fächern gehört auch einepraktische Prüfung bzw. eine Kommunikationsprüfung.

Natürlich ist die Prüfung wie das ganze Schuljahr durch diePandemie geprägt. Während der gesamten Prüfungszeit von dreieinhalb bzw.viereinhalb Stunden mussten die Schüler Masken tragen, die Klassen wurden wegendes Mindestabstands jeweils auf zwei Klassenräume aufgeteilt. Um den Schülerndeshalb und wegen des Wechsels zwischen Präsenz- und Online-Unterrichtentgegenzukommen, wurde die Prüfungszeit um eine halbe Stunde verlängert undden Fachlehrern zwei kreative Schreibaufgaben zur Wahl gestellt.

Schulleiterin Katrin Amrhein zeigte sich in ihrer Ansprachean die Schüler optimistisch, dass alle trotz der besonderen Bedingungen gutvorbereitet seien und die Prüfung meistern würden.
2021 APBildunterschrift: Die Schüler der Klasse 9f schrieben ihre Abschlussprüfungwie alle mit Maske und Abstand

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